BAK: Fachkräftemangel darf erst gar nicht entstehen
Minden - Auf Grund des prognostizierten Anstiegs der Pflegebedürftigen benötigt Deutschland auch mehr Menschen, die sich in den Pflegeberufen engagieren, so äußerst sich das Bundesministerium für Gesundheit zum Fachkräftemangel im Pflegebereich.
Ende 2009 waren, laut Angaben des Statistischen Bundesamtes, rund 890.000 Personen in der Altenpflege beschäftigt, davon rund 30 Prozent (269.000) bei ambulanten Pflegediensten und 70 Prozent (621.000) in Pflegeheimen. Zwischen 1999 und 2009 ist die Zahl der bei ambulanten Pflegediensten Beschäftigten um rund 46 Prozent (plus 85.000) und die in Pflegeheimen Beschäftigten um rund 41 Prozent (plus 180.000) angestiegen.
_____
Aufgrund des zu erwartenden Anstiegs der Zahl der Pflegedürftigen wird auch der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahrzehnten weiter stark ansteigen. Die Pflegebranche gilt demnach heute schon als entscheidenderer „Jobmotor“ für den Arbeitsmarkt der Zukunft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich am vergangenen Mittwoch (22.Juni) auf Schloss Meseber mit Vertretern der Wirtschaft und Gewerkschaften, um gemeinsam eine Strategie gegen den Fachkräftemangel zu entwickeln. Es entstand dabei eine gemeinsame Erklärung, wonach "in erster Linie die inländischen Potenziale bestmöglich ausgeschöpft" werden sollen. Das bedeutet vor allem, den Erhalt der älteren Arbeitskräfte in ihrem Beruf und die Erhöhung der Frauenerwerbsquote.
„Wir verfolgen seit Jahren das Ziel, mit unserem Weiter- und Fortbildungsangebot dem demographischen Wandel und so dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Die von Bundeskanzlerin Merkel im „Konzept Fachkräftesicherung“ erstellte Strategie, mit Umschulungen und Weiterbildungen examinierte Fachkräfte und vor allem ältere Mitarbeiter „im Job“ zu halten, ist einige Jahre schon der Dreh- und Angelpunkt unseres bundesweiten Ausbildungsangebots“, äußert sich der Akademieleiter Thorsten Zabel.
Die BAK – Die Bildungsakademie bietet seit 1992 Fort- und Weiterbildungskurse für Fachkräfte des Gesundheitswesens an. Die Fortbildungslehrgänge sollen dabei die Aufstiegschancen von ausgeblideten Arbeitskräften in Pflegeberufen erhöhen. So werden z.B. Weiterbildungen zur Heimleiterin für Krankenschwestern mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung angeboten. Oder können durch Aufbaukurse - wie den zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft – besondere Zusatzqualifikationen erworben werden, die im Pflegealltag benötigt werden und die sowohl dem Kursteilnehmer als auch der Pflegeeinrichtung eine langfristige Zusammenarbeit garantieren.
So ist es auch den älteren Pflegefachkräften möglich, nicht nur über ihre Berufserfahrung, sondern auch anhand der berufsbegleitenden Weiterbildungen innerhalb der Einrichtung sich so zu spezialisieren, dass der Verbleib im Betrieb gesichert ist, auch wenn körperlich nicht mehr alle pflegerischen Tätigkeiten mühelos geleistet werden können. „Zumindest haben wir uns zum Ziel gesetzt, so von unserer Seite dem demographischen Wandel zu begegnen und die Pflegekräfte für die Zukunft zu wappnen“, so Thorsten Zabel.
In Minden ist es möglich, die Kurse zum/zur Einrichtungsleiter/in, Wohnbereichsleiter/in und Pflegedienstleiter/in zu machen. Die Seminare finden in der Westfalen Akademie im Marienwall 24 statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.b-akademie.de und www.bakblog.de.







