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Warnstreik legt Teile des Nahverkehrs in Berlin lahm
Berlin - Ein 15-stündiger Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat den öffentlichen Nahverkehr in der Bundeshauptstadt in weiten Teilen zum Erliegen gebracht.
Wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte, fiel der gesamte U-Bahnverkehr und nahezu der komplette Busverkehr seit vier Uhr früh aus. Lediglich private Busanbieter in Berlins Randgebieten und eine Buslinie zum Flughafen Tegel funktionierten. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, der noch bis 19 Uhr dauern sollte. An ihm beteiligten sich etwa 5000 BVG-Mitarbeiter, so die BVG.
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Laut der Unternehmenssprecherin soll es etwa bis 21 Uhr dauern, bis die BVG wieder nach Fahrplan fährt. Berliner und Gäste der Stadt reagierten gelassen auf den Totalausfall bei U-Bahn und Bussen. Die Polizei bestätigte, dass es zu keinen Zwischenfällen wegen des Streiks kam. "Wir raten, die milderen Temperaturen zu nutzen und mit dem Fahrrad zu fahren", sagte ein Sprecher.
Der Streik fand am zweitletzten Tag der Berlinale-Filmfestspiele statt. Außerdem erwartete der Berliner Fußballclub Hertha BSC am Nachmittag im ausverkauften Olympiastadion die Mannschaft von Borussia Dortmund.
Nach BVG-Angaben nutzen rund 1,8 Millionen Menschen an einem Samstag die U-Bahn. Die Gewerkschaft Verdi reagierte mit dem Streik auf das Angebot der BVG, die Löhne über eine Laufzeit von drei Jahren um 4,9 Prozent zu steigern. Dieses Angebot hielt Verdi für zu gering. 2008 hatten BVG-Mitarbeiter rund zwei Wochen gestreikt und damit den Verkehr in Berlin lahmgelegt.
©AFP 2012
Foto: Robert Schlesinger







