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Armee erkennt Wahlsieg der Puea-Thai-Partei an
Bangkok - Nach dem Wahlsieg der thailändischen Opposition hat die einflussreiche Armee Befürchtungen vor einem neuen Putsch zerstreut.
Das Militär akzeptiere, dass das Volk sich deutlich für die Puea-Thai-Partei von Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra ausgesprochen habe, sagte der scheidende Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon. Thaksin wiederum entkräftete die Gerüchte um seine Rückkehr, um den Konflikt mit der Armee zu entschärfen.
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Nach Gesprächen mit Militärführern sagte Prawit: "Das Volk hat sich eindeutig ausgesprochen, also kann die Armee nichts machen. Wir akzeptieren das Ergebnis." Die thailändische Armee gilt als äußerst mächtig. In dem südostasiatischen Land gab es in der Vergangenheit fast genauso viele Staatsstreiche wie Wahlen. 2006 hatte die Armee den damaligen Regierungschef Thaksin aus dem Amt geputscht und damit eine schwere Krise ausgelöst.
"Meine Rückkehr hat keine Priorität", sagte Thaksin in Dubai. Er habe derzeit nicht vor, in seine Heimat zurückzukehren. Das Volk wolle, dass der Konflikt zwischen den politischen Lagern in Thailand beendet werde und das Land vorankomme.
Thaksins Umsturz durch die Armee vor knapp fünf Jahren hatte das Land in eine tiefe Krise gestürzt, die im vergangenen Jahr zu heftigen Straßenschlachten zwischen seinen Anhängern, den sogenannten Rothemden, und dem Militär führte. Die Oppositionellen besetzten wochenlang das Geschäftsviertel in Bangkok und forderten den Rücktritt des nun abgewählten Regierungschefs Abhisit Vejjajiva, der von den königstreuen Gelbhemden unterstützt wird. Bei der Gewalt starben mehr als 90 Menschen. Die Rothemden forderten die neue Regierung auf, eine Untersuchung des Vorgehens gegen die Massenproteste einzuleiten.
Das Oppositionslager Thaksins erlangte bei dem Urnengang die absolute Mehrheit im Parlament. Wie die Wahlkommission nach Auszählung aller Stimmen mitteilte, erhielt seine Puea-Thai-Partei 265 der 500 Sitze. Die Demokraten von Abhisit kam dem vorläufigen Endergebnis zufolge auf 159 Mandate.
Abhisit trat nach der schweren Schlappe vom Amt des Parteichefs zurück. Die Puea-Thai-Partei schmiedete trotz ihres klaren Sieges eine Koalition mit vier kleineren Parteien. Sie seien sich einig geworden, gemeinsam das Land zu regieren, sagte die designierte neue Regierungschefin Yingluck Shinawatra. Die 44-Jährige ist die jüngere Schwester Thaksins und war als Spitzenkandidatin für dessen Partei angetreten.
©AFP 2011
Foto: Nicolas Asfouri








